Wer keine Steuern mehr zahlen möchte, zieht am besten nach Dubai – so zumindest ein weit verbreiteter Glaube. Und in der Tat ist Dubai auch im Jahr 2024 ein nach wie vor attraktiver Standort, eine Reduzierung der Steuerlast auf tatsächliche 0 % kommt aber nur in wenigen Fällen infrage. Vielmehr existiert eine allgemeine Unternehmensteuer in Höhe von 9 %. Konsum wird mit einer Mehrwertsteuer von 5 % belastet.
1. Keine Steuern in Dubai zahlen: Geschichte des Steuersystems der Emirate
Die Geschichte von Dubai – zumindest in steuerlicher Hinsicht – beginnt im Jahr 1971. Hier errangen die heutigen Arabischen Emirate, bestehend aus Abu Dhabi, Adschman, Dubai, Fudschaira, Ra´s als-Chaima, Schardscha und Umm al-Qaiwain, ihre Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien.
Durch den bereits vorher eingesetzten Öl-Boom kam es zu einer nahezu rasend ansteigenden Wirtschaftskraft der Vereinigten Arabischen Emirate, kurz VAE. Soweit einzelne Emirate weniger Ölvorkommen aufwiesen, zahlten reichere Standorte Subventionen an sie aus. Auf diese Weise konnten auch Emirate wie Adschman von den Ölvorkommen profitieren.
Dieses Zusammenspiel machte ein „echtes“ Steuersystem für Dubai und Co. lange uninteressant, da die Staatseinnahmen im wahrsten Sinne des Wortes auf der grünen Wiese zu finden waren.
2. Die heutige Besteuerung in Dubai
Heute, das heißt im Jahr 2024, hat sich das Steuersystem in Dubai leicht gewandelt. Denn mittlerweile haben auch die VAE Steuern, die wir in dieser Form aus Deutschland oder den USA kennen, eingeführt. Dass die Steuerbelastung aber dennoch weitaus niedriger als in diesen Staaten ist, müssen wir sicher nicht gesondert erwähnen. Außerdem ist es nach wie vor möglich, keine Steuern zu zahlen, wenn man in Dubai lebt.
Dies gilt vor allem für natürliche Personen ohne unternehmerische Aktivitäten vor Ort. Unterhält die Person also kein Unternehmen in Dubai und liegt hier auch kein Firmensitz, weil dieser zum Beispiel in Deutschland verbleibt, fallen keine Steuern an. Eine Einkommensteuer auf private Einkünfte, zum Beispiel aus
Vorteile für Mandanten
Vorteile für Mandanten: International planen, bevor Steuer und Bank blockieren.
Internationale Themen werden erst dann wirtschaftlich stark, wenn Wohnsitz, Geschäftsleitung, Substanz, Bankkonto, AStG und lokale Steuerregeln zusammenpassen.
- Wegzugsteuer, erweiterte beschränkte Steuerpflicht, Hinzurechnung, Quellensteuer und Ort der Geschäftsleitung werden vor Umsetzung sichtbar.
- VAE-, DIFC-, Cyprus- oder Liechtenstein-Bausteine werden mit echter Funktion, Substanz, Banking und deutscher Steuerakte verbunden.
- Der Mandant erhält Klarheit, welche 0-Prozent- oder Niedrigsteuerwirkung realistisch ist und welche deutsche Steuerfolge weiterbesteht.
Dieser Beitrag ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall. Maßgeblich sind Sachverhalt, aktuelle Rechtslage, Zuständigkeit, Dokumentation und Umsetzung.