Datum | Thema
08. November 2019 | Bei Quellensteuer auf Lizenzen sind Betriebsausgaben abzugsfähig (dieser Beitrag)
17. Januar 2019 | Quellensteuer nach § 50a EStG: Lizenzen – Künstler – Aufsichtsräte
31. Januar 2019 | Quellensteuer bei Lizenzzahlungen an EU-/Drittstaaten-Gesellschaften
06. März 2019 | Steuerabzug nach § 50a EStG: Quellensteuer bei beschränkter Steuerpflicht
Auf Lizenzgebühren ins Ausland werden nach § 50a EStG 15 % Quellensteuer einbehalten. Dabei konnte man bisher keine Betriebsausgaben, die mit diesen Lizenzeinnahmen im Zusammenhang standen, abziehen. Also führte dies zu einer Besteuerung der Umsätze statt der Gewinne. Jedoch hat der EuGH in der Rechtsache FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH entschieden, dass Deutschland (Unter-)Lizenzen zum Betriebsausgabenabzug zulassen muss. Anschließend hat der BFH diese Rechtsprechung in Deutschland ebenfalls bestätigt. Nunmehr wendet auch die Finanzverwaltung diese Grundsätze zugunsten des Steuerpflichtigen an. Daher dürfen nunmehr auch für Lizenzgebühren Betriebsausgaben beziehungsweise Werbungskosten zum Abzug gebracht werden.
Lizenzgebühren ins Ausland: So vermeiden Sie 15% Quellensteuer
Im Video erklären wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten, 15% Quellensteuer bei Lizenzzahlungen ins Ausland zu sparen.
1. Grundsatz: Quellensteuer auf Lizenzen nach § 50a Absatz 1 Nummer 3 EStG
Werden Lizenzgebühren ins Ausland gezahlt, sieht das Einkommensteuergesetz eine Besteuerung an der Quelle vor. Hierzu wird die sogenannte Quellensteuer in Höhe von 15 % durch den lizenzzahlenden Unternehmer von der Lizenzgebühr einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Zur Belastung mit Quellensteuer kommt es also, bevor der Lizenzgeber die Lizenzvergütung erhält.
2. Quellensteuer: Keine gesetzliche Normierung zur Anrechnung von Kosten
Der Steuerabzug mittels Quellensteuer ist in § 50a EStG geregelt. Hierzu werden neben Lizenzzahlungen auch Einkünfte aus künstlerischen und sportlichen Darbietungen, der Verwertung von Darbietungen und Aufsichtsratvergütungen als Ziel der Quellenbesteuerung bestimmt.
Die Vorschrift sieht dabei den Abzug von Betriebsausgaben und Werbungskosten für die folgenden Einkünfte vor:
Vorteile für Mandanten
Vorteile für Mandanten: International planen, bevor Steuer und Bank blockieren.
Internationale Themen werden erst dann wirtschaftlich stark, wenn Wohnsitz, Geschäftsleitung, Substanz, Bankkonto, AStG und lokale Steuerregeln zusammenpassen.
- Wegzugsteuer, erweiterte beschränkte Steuerpflicht, Hinzurechnung, Quellensteuer und Ort der Geschäftsleitung werden vor Umsetzung sichtbar.
- VAE-, DIFC-, Cyprus- oder Liechtenstein-Bausteine werden mit echter Funktion, Substanz, Banking und deutscher Steuerakte verbunden.
- Der Mandant erhält Klarheit, welche 0-Prozent- oder Niedrigsteuerwirkung realistisch ist und welche deutsche Steuerfolge weiterbesteht.
Dieser Beitrag ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall. Maßgeblich sind Sachverhalt, aktuelle Rechtslage, Zuständigkeit, Dokumentation und Umsetzung.